Mangakunst
Nicht jedem ist das Wort „Manga“ ein Begriff. Doch gesehen hat die ursprünglich aus Japan stammenden Comics jeder schon einmal. (more…)
Nicht jedem ist das Wort „Manga“ ein Begriff. Doch gesehen hat die ursprünglich aus Japan stammenden Comics jeder schon einmal. (more…)
„Buffy The Vampire Slayer“ war eine der erfolgreichsten und dabei auch bestgeschriebensten Fernsehserie der letzten Jahre. Mit der siebenten Staffel war die Serie beendet, doch ihr Erfinder Joss Whedon führt die Geschichte fort – im Medium Comic.

Buffy flickr Tc7
„Buffy – Im Bann der Dämonen“, wie die Serie in Deutschland hieß, war zwar aufwändig produziert, doch die Abenteuer der Vampirjägerin Buffy Summers können sich in Comicform in völlig neue Richtungen entfalten.
Die neuen Geschichten, die Joss Whedon selbst geschrieben hat, setzen da an, wo die TV Serie aufhörte: Buffy trainiert mittlerweile eine Armee von Jägerinnen und ist damit dem US Militär ein Dorn im Auge. Die liebgewonnenen Charaktere tauchen im Comic ebenso auf, wie alte Feinde und Monster.
Da Joss Whedon ein hervorragendes Händchen für Szenen und Dialoge hat und zudem noch ein alter Comic Fan ist, funktioniert die Comicreihe wirklich als Fortsetzung der Fernseh Serie. Bereits vier Sammelbände der in Amerika monatlich in Comicheften erscheinenden Serie sind in Deutschland erschienen.
In Deutschland werden Comics meistens mit komischen Eskapaden kleiner, knuddeliger Knollnasenfiguren verbunden. Obwohl das Feld der Comics riesengroß ist, haben sich nicht nur bei den Lesern, sondern auch bei deutschen Künstlern vor allem die Nasen durchgesetzt.
Denkt man an aktuelle deutsche Comics, fallen den meisten Leuten erst einmal „Werner“ von Brösel, das „Kleine Arschloch“ von Walter Moers und die Figuren von Ralph König ein. Alle haben eines gemeinsam: Prominente Zinken in rundem Gesicht. Das ist aus Prinzip nicht weiter schlimm, denn gerade letztgenannter Zeichner beweist, dass der Stil nicht immer zwingend den Ton der Geschichte widerspiegeln muss. (more…)
Bei Comics aus Deutschland fällt die Verbindung zu Vorbildern immer wieder auf. Zeichner und Autoren sind oftmals bestrebt ihren eigenen Helden nachzueifern. In der deutschen Comickultur hat das Tradition.
Als Comics nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland langsam großflächig vertrieben wurden, war das sogenannte Piccolo-Format die bevorzugte Erscheinungsweise. In den schmalen Heftchen im Querformat erschienen neben den vor allem aus Amerika bekannten Helden auch deutsche Versionen, zumeist von Hansrudi Wäscher erdacht und gezeichnet. Schon Wäscher orientierte sich in Stil und Erzählung bei den erfolgreichen Vorbildern aus England und Amerika und so gibt es etliche Parallelen zwischen seinen Helden Sigurd, Falk, Tibor und Nick und Comiccharakteren wie Prinz Eisenherz, Tarzan und Buck Rogers.
Nun fragt man sich unweigerlich, wieso sich die Publikationen nicht von ihren Einflüssen freischwimmen können. Die Antwort auf diese Frage kann nicht ganz leicht werden, zu viele Faktoren spielen eine Rolle. Natürlich ist es wichtig zu wissen, dass Verlage am liebsten Lizenzprodukte vertreiben: Sie kosten die Verlage weniger und sie wissen, dass sich das Produkt in einem anderen Land schon einmal gut verkauft hat, das Risiko ist geringer. Dadurch scheint auch vorprogrammiert zu sein, dass man sich bei eigenem Material an dem orientiert, was schon woanders für Erfolg sorgte.
Ein anderer Punkt ist, dass die wenigsten Comiczeichner bei einem Verlag angestellt sind oder regelmäßige Aufträge bekommen. Wenn man nur ein Album pro Jahr zeichnen kann und darf, muss dieses natürlich auf Anhieb ankommen, Zeit zur Entwicklung bleibt da selten.
Die einfachste Art ist da dann auch, sich auf Altbewärtes zu verlassen und in Deutschland bedeutet dies meistens: Komische Knollennasenfiguren.
Comics sind ein relativ junges Medium. Vor wenig mehr als hundert Jahren wurde die sequentielle Kunst in etwa im gleichen Zeitraum, wie der Film entwickelt. In Deutschland konnten sie allerdings nie dessen Erfolg verbuchen.
Über die Seriosität der Comics wurde lange diskutiert. In Deutschland hatten Comics dann auch immer einen schweren Stand: Sie wurden nie wirklich ernst genommen und auch obwohl sich dieser Zustand in den letzten Jahren etwas verändert hat, ist die gesellschaftliche Akzeptanz der „Neunten Kunst“ immer noch nur bedingt anzutreffen.
Obwohl mit Wilhelm Busch einer der ersten Künstler, die sich mit der Verbindung von Wörtern und Bildern zu Geschichten beschäftigten, der Grundstein in Deutschland für so etwas wie eine Comickultur gelegt wurde, ist hierzulande niemals eine eigenständige Industrie, wie wir sie aus Amerika, Frankreich und Japan kennen, entstanden.
In den großen Comicländern entwickelten sich sehr eigene Erzählstrukturen, die nach jeweils bestimmten Mustern verlaufen. Dabei gibt es aber kaum originär deutsche Comicgeschichten, -charaktere, -serien oder -erzählweisen. Das heißt aber nicht, dass es keine deutschen Comics gibt, sie orientieren sich aber deutlich an ihren Vorbildern, gerne in Bezug auf aktuelle Trends. (more…)
Das Gerücht, Comics wären Kinderkram hält sich nach wie vor hartnäckig. Wurde vor knappen fünfzig Jahren von Leuten wie dem amerikanischen Kinderpsychologen Dr. Frederick Wertham noch propagiert, Comics würden Kinder und Jugendliche verrohen und sie zu gewalttätigen Triebtätern ausbilden, sind Comics heute in den Augen vieler nur alberne Bildergeschichten, für die man mit spätestens fünfzehn Jahren zu alt sein sollte.
Dementsprechend oft ist die Verwunderung groß, wenn man das Interesse an Comics deklariert. Doch woher kommt gerade in Deutschland das für Comics nicht positiv wirkende Schubladendenken? Warum wird gerade dieses Medium nicht für voll genommen? Niemand würde doch auf die Idee kommen zu sagen, dass Bücher nur für Kleingärtner sind oder Kinofilme
nur bei Kaninchenzüchtern Interesse hervorrufen sollten. (more…)