Lübecker Marzipanmuseum - Lübecks süßestes Ausflugsziel

Das schleswig-holsteinische Lübeck hat viele schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist besonders auch für seine Marzipanherstellung bekannt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1806, produziert hier die marktführende Firma Niederegger allerhand Marzipanleckereien die sich landesweit großer Beliebtheit erfreuen.

Im Firmenhauptsitz in der Breiten Straße betreibt Niederegger ein Café, dessen Besonderheit nicht nur der Verkauf von Marzipan in traditionellem Ambiente ist, sondern zugleich das im ersten Obergeschoss befindliche Marzipanmuseum, genannt der „Marzipan-Salon“.

Gäste des Marzipanmuseums können hier, umringt von einer Vielzahl an Ausstellungsstücken, tief in die lange Geschichte der Marzipanherstellung und des Handels mit der leckeren Mandelsüßigkeit eintauchen und gleichzeitig interessante Details über die Stadt Lübeck erfahren, für die der Marzipanhandel großen Wohlstand brachte.

Ein besonders schön gemachter Film gibt süße Einblicke in die Niederegger Marzipanproduktion. Gern darf auch probiert werden – über 300 Marzipankreationen erwarten den interessierten Besucher darunter auch lebensgroß in Marzipan verewigte Berühmtheiten wie etwa Thomas Mann oder Wolfgang Joop. (more…)

Das Haus der Geschichte in Bonn - Geschichte zum Staunen und Anfassen

Möchten Sie einmal in einer Eisdiele aus den 1950er Jahren sitzen oder gar im Deutschen Bundestag? Im Haus der Geschichte in Bonn, das sich an der Museumsmeile im ehemaligen Bonner Regierungsviertel befindet, ist das möglich.

Das Haus der Geschichte in Bonn bietet auf über 4000 m² mehr als 7.000 Ausstellungsstücke zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR nach 1945. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine trockene Präsentation von Schriftstücken in abgeschlossenen Vitrinen. Vielmehr wird hier Geschichte anschaulich und “begreifbar” gezeigt. So kann man den Rumpf eines “Rosinenbombers” betreten oder über eine Geheimkamera aus der DDR staunen.

Zahlreiche Ausstellungsstücke wie ein Vespa-Roller oder Reklameschilder zeigen das Alltagsleben der Deutschen in Ost und West und bieten Stoff für einen spannenden Austausch zwischen den Generationen. (more…)

Naturkundemuseum Berlin

Das Museum für Naturkunde in Berlin wird seit dem 01. Januar 2009 unabhängig von der Humboldt-Universität geführt. Ein hauptamtlicher Generaldirektor leitet das Museum, wird von einem Wissenschaftlichen Geschäftsführer unterstützt. Das Naturkundemuseum gliedert sich zudem in drei Abteilungen.

Naturkundemuseum Berlin Flickr sebastiankoeck

Naturkundemuseum Berlin Flickr sebastiankoeck

Die Abteilung für Sammlung beinhaltet große und außerordentlich wertvolle mineralogischen, paläontologischen und zoologischen Sammlungen. Weitere Bereiche des Museums sind die Abteilung für Forschung, sowie die Abteilung für Ausstellungen & Öffentliche Bildung. Hier gibt es unter anderem Labore und eine eigene Forschergruppe, weiterhin sogar eine eigene Bibliothek, in der Informationen nachgeschlagen werden können.
Ursprünglich entstand das Naturkundemuseum in Berlin aus drei gleichzeitig mit der Humboldt-Universität gegründeten Museen im Jahr 1810. Es befindet sich in der Invalidenstraße in Berlin.

Seit 2007 gibt es im Museum für Naturkunde insgesamt vier Dauerausstellungen und einen Saal für Sonderausstellungen mit allerhand hilfreiche Tipps. Auf über 6600m² Ausstellungsfläche und mit über 30 Millionen Sammlungsobjekten ist das Museum das größte für Naturkunde in Deutschland. Es ist jeden Tag, außer Montag, für Besucher geöffnet. Außerdem gibt es Museumspädagogen, welche unterschiedliche Möglichkeiten zum Erleben des Museums bieten.

Meissner Porzellan Manufaktur

Meissner Porzellan gilt als das europäische Porzellan und ist zugleich die Handelsmarke der gleichnamigen Porzellan-Manufaktur. Bereits im 18. Jahrhundert wurden die ersten Stücke auf der Albrechtsburg in Meißen ersonnen und produziert.

Erfinder dieses teuren und edlen Materials war der Alchemist Johann Friedrich Böttger. Gottfried Pabst von Ohain allerdings gebührt der Verdienst, Kaolin als den Bestandteil zur Herstellung von weißem statt grauem Porzellan hinzugefügt zu haben. Das mit dem Symbol der gekreuzten Schwerter verzierten Porzellan ist heute eine der meist geschätzten und teuersten Porzellanwaren. (more…)

60 Jahre - 60 Werke im Martin- Gropius-Bau Berlin

60 Jahre Bundesrepublik werden mit 60 Werken namhafter Künstler im Martin Gropius Bau präsentiert. Während die einen Feuer und Flamme sind für den künstlerischen Streifzug durch die Geschichte, bemängeln andere das fehlende künstlerische Konzept.

Martin Gropius Bau flickr Pedro Layant

Martin Gropius Bau flickr Pedro Layant

Sechzig Künstler aus allen Disziplinen werden mit ihren Werken den passenden Jahren zugeordnet. Malerei und Fotografie, Skulpturen und Installationen – die Kunst von Joseph Beuys und Anselm Kiefer, von Willi Baumeister und Georg Baselitz wird mit dem Zeitgeschehen und gesellschaftlichen Veränderungen gepaart.

Die Liste der Künstler bei “60 Jahre - 60 Werke” ist in der Tat vielschichtig und beeindruckend, gleiches gilt für die Geschichte der Bundesrepublik. Dennoch mag sich der Zusammenhang nicht gänzlich erschließen, wenn man ein Werk auswählt und es als repräsentativ für einen Jahrgang erklärt, nur weil es in diesem Jahr entstanden ist. Die künstlerische Auseinandersetzung findet mitunter nicht im gleichen Rhythmus der Jahreswechsel statt.

60 Jahre und 60 Werke” läuft noch bis zum 14.06.2009 und wird zu Recht ihre Freunde finden. Denn es ist lange her, dass eine Ausstellung eine dermaßen abwechslungsreiche und hochkarätige Riege an Künstlern gleichzeitig zeigte.

“William Eggleston - Democratic Camera” im Haus der Kunst in München

“Democratic Camera”: Im Haus der Kunst sind bis Mai die Fotografien des Amerikaners William Eggleston zu sehen.

Haus der Kusnt flickr Gruban

Haus der Kusnt flickr Gruban

William Eggleston, (*1939) gilt als „Vater der Farbfotografie.“ Er hat diese Technik zwar nicht erfunden, aber mit ihr künstlerisch eine Innovation begründet. Gleichzeitig ist er einer der ersten, der scheinbar banale Dinge, optische Nebensächlichkeiten und Alltagsgegenstände künstlerisch ablichtete.

So fotografiert er Supermärkte, Bars, Tankstellen, oder Vorgärten, Küchenutensilien, und Spielzeug. Dabei rückt Eggleston diese Dinge nie aus ihrem Zusammenhang, sondern bildet sie so ab wie sie schlicht und ergreifend sind. Gerade diese vermeintlich unspektakuläre Perspektive gibt den Fotografien ihre Eigentümlichkeit, macht sie zu einem Rätsel. (more…)

Die Macht des Expressiven in der Berliner Nationalgalerie

Ab März kann man sie endlich sehen: “Die Macht des Expressiven” eine wirklich fundamentale neue Sicht auf die Schenkung Otto van de Loo und dessen Sammlung in der Berliner Nationalgalerie.

Expressionismus flickr Allie_CaulfieldUnd der Titel der Ausstellung ist Programm, denn das Expressive war nicht nur von de Loos umfassendem Antrieb, sondern zeigt sich in den ausgestellten Exponaten auch als Kunstrichtung deutlich und wegweisend.

Otto van de Loo kam 1924 im damals noch idyllischen Witten zur Welt, lebt aber inzwischen schon lange mondän und großstädtisch in der bayrischen Metropole und ist dort und auch außerhalb dieser Region ein sehr bekannter deutscher Galerist.

Bereits 1957 war van de Loo mit seiner wegweisenden Galerie in München präsent und er war einer der Aktiven in der Szene - auch als die Schwabinger Turbulenzen von sich reden machten. Während die konservative Kunstszene auf seine subtilen Provokationen mit Unverständnis und Ablehnung reagierte, warfen ihm seine linksgerichteten Freunde bald die weniger subtile Ausbeutung seiner Künstler vor. Doch den Großmeister der westdeutschen Galerieentwicklung ficht dies wenig an. (more…)

Kandinsky in München - Vom Blauen Reiter zum Bauhaus

Noch bis zum 8. März kann man in München die große Retrospektive “Kandinsky - Absolut. Abstrakt” besuchen. Im Kunstbau finden sich fast 100 Werke des Künstlers aus allen Schaffensperioden.

Kandinsky flickr clairity*

Kandinsky flickr clairity*

Die Werke stammen aus drei Museen, die alle über eine große Kandinsky - Sammlung verfügen: aus dem Münchner Lenbachhaus, das parallel dazu die Ausstellung “Kandinsky – Das druckgrafische Werk” zeigt, dem Centre George Pompidou aus Paris und dem New Yorker Guggenheim Museum.

Die Sammlung der Museen ergänzt sich hervorragend, so dass hier das erste Mal seit mehr als 30 Jahren eine umfassende Werkschau zustande gekommen ist. Wassily Kandinsky, der 1866 in Moskau geboren wurde, gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. In München, wo er 1911 zusammen mit Franz Marc den Blauen Reiter gründete, hat der Besucher nun die Möglichkeit einen umfassenden Blick auf Kandinskys Werk zu werfen. Von den frühen Bildern, in denen Kandinsky noch ganz gegenständlich malt, über die expressionistische Phase des Blauen Reiters, hin zu der totalen Geometrie der Bauhaus - Zeit bis zu seinen letzten Bildern aus Paris zeigt die Ausstellung in München die Entwicklung des Künstlers, der seine eigene Formsprache entwickelte und zu einem der wichtigsten Wegbereiter der Moderne wurde.

Kandinsky begriff die Kunstwelt als Parallelwelt und seine Vorstellung von Malerei haben nicht nur die Kunst des 20. Jahrhunderts beeinflusst und verändert, sondern nach wie vor zieht Kandinsky die Betrachter in seinen Bann, so wurde die Kandinsky-Ausstellung in München zum Publikumsmagneten und wegen der großen Nachfrage verlängert. Paris und New York sind die nächsten Stationen.